Der Klimarat in Alpbach

1–2 Minuten

Beim Europäischen Forum Alpbach 2025 kamen wieder Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Akademia, NGOs zusammen um die brennenden Themen unserer Zeit: Demokratie, Sicherheit, Klima, Wettbewerbsfähigkeit zu diskutieren und mögliche Lösungen zu erarbeiten. Diesmal war auch der Klimarat mit dabei. Ich konnte bei Podiumsdiskussionen, kleinen Wanderungen und vielen Einzelgesprächen mitwirken.  

Durch die Ereignisse in den USA und in Europas Südosten bekamen Sicherheit/Verteidigung und Demokratie in 2025 ein deutlich höheres Gewicht als Klimathemen. Die Energiewende und Verteidigungsfähigkeit Europas müssen letztlich aus denselben Quellen finanziert werden. Andererseits gibt es gerade hier Überschneidungen. Eigene Energie zu erzeugen aus Wind und Sonne macht uns zugleich unabhängiger und trägt zu unserer Sicherheit bei.

Beim Thema Wettbewerbsfähigkeit gibt es in Europa und auch in der österreichischen Politik leider deutlichen Gegenwind für das Klima. Vergleichsweise hohe Energiekosten sind eines der Hauptargumente. Die Diskussionen blieben hier eher wenig ergebnisreich, außer zu betonen dass beides, Klima und die Fähigkeit Europas im internationalen Wettbewerb zu bestehen unter einen Hut gebracht werden müsse. Für viele Teilnehme war aber klar: Trotz Gegenwind den Pfad zur Klimaneutralität nicht verlassen sondern weiter zu tun, der Anfang ist gemacht.

Viele Diskussionen, hier u.a. mit dem Kontext Institut (K. Rogenhofer) und WU Wien (Sigrid Stagl) drehten sich um die Frage inwieweit es gelungen ist Klima- und Umweltschutz in der Gesellschaft in die Breite zu bringen und damit politisch widerstandsfähig zu machen für die kommende Zeit. Der Tenor war hier: weg von abstrakten Begriffen und Jammerei sondern eine positive Vision zu erarbeiten. Ist die Welt nicht besser wenn wir unsere eigene Energie erzeugen, abgasfrei fahren, keinen Plastikmüll machen und zubetonierte Flächen wieder begrünen?

In diesem Sinne!

Thomas Müller, für den Verein Klimarat

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